Markt Einersheim

Seitenbereiche

Volltextsuche

Zum Suchbereich

  • wechselbild
  • wechselbild
  • wechselbild
  • wechselbild
  • wechselbild

Seiteninhalt

ALLE DIENSTLEISTUNGEN IN DER ÜBERSICHT

In diesem Bereich finden Sie zahlreiche typische Dienstleistungen einer Verwaltung, um Sie bereits im Vorfeld Ihres Behördengangs zu informieren und Ihnen den Besuch im Rathaus zu erleichtern.

Gewaltschutz, Drei-Stufen-Plan
Beschreibung

Mit dem Drei-Stufen-Plan wird das Hilfesystem für von Gewalt betroffene Personen in Bayern ausgebaut. Er beruht auf den Erkenntnissen der im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales erstellten Studie zur Bedarfsermittlung zum Hilfesystem für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder in Bayern aus dem Jahr 2016 sowie den Ergebnissen einer daraufhin eingesetzten Arbeitsgruppe, die bis 2018 tagte.

Die Stufen 1 (Umsetzung bereits 2018) und 2 umfassen Maßnahmen, die dazu dienen, das Hilfesystem für von häuslicher und/oder sexualisierter Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder zu verbessern. Stufe 3 beinhaltet langfristige, breiter angelegte Maßnahmen als Ergänzung zu den bisher bestehenden Hilfs- und Beratungsangeboten. Es geht dabei auch darum, sich langfristig und möglichst praxisnahe neuer Entwicklungen und Ausprägungen von Gewalt anzunehmen, diese frühzeitig zu erkennen und optimal entgegenzusteuern.

Zudem sollen grundsätzlich andere Einstellungen zu und Definitionen von Gewalt, die etwa von Menschen aus Kriegsgebieten oder mit anderem kulturellen Hintergrund zu uns gebracht werden, beleuchtet werden. Eine Milieustudie zum Gewaltbegriff soll darüber hinaus weiteren Handlungsbedarf ermitteln.

Hilfesystem für von häuslicher und/oder sexualisierter Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder

Die Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Hilfesystems für von häuslicher und/oder sexualisierter Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder auf Stufe 2 wurden bereits weitgehend umgesetzt:

  • Mit einer neuen Förderrichtlinie (Richtlinie zur Förderung zusätzlicher Frauenhausplätze sowie zur Anpassung von Frauenhausplätzen an besondere Bedarfe) wird ein zeitlich befristeter finanzieller Anreiz zur Schaffung neuer Frauenhausplätze und zur bedarfsgerechten Umgestaltung vorhandener Plätze geschaffen. Die Richtlinie ist am 1. September 2019 in Kraft getreten.
  • Die Personalschlüssel und die staatlichen Förderbeträge sowohl für die Frauenhäuser als auch für die Fachberatungsstellen/Notrufe wurden zum 1. September 2019 erhöht. Darüber hinaus wurden neue Personalschlüssel eingeführt. Hierfür wurde die bereits bestehende Förderrichtlinie (Richtlinie für die Förderung von Frauenhäusern, Fachberatungsstellen/Notrufen und angegliederten Interventionsstellen in Bayern) angepasst.

  • Zusätzlich werden 17 Second-stage-Projekte modellhaft gefördert. Hier geht es um Frauen und ihre Kinder, die die intensive psychosoziale Beratung im Frauenhaus nicht oder nicht mehr benötigen. Inhalt der Modellprojekte ist neben der Nachbetreuung der Frauen nach der Akutphase ein begleitendes Management für den Übergang in eine eigene Wohnung mit Wohnraumakquise und -vermittlung.
     
  • Gefördert wird auch die Einrichtung einer landesweiten Koordinierungsstelle gegen häusliche und sexualisierte Gewalt, angesiedelt beim Landesverband Bayern der Freien Wohlfahrtspflege. Sie hat am 1. Oktober ihren Betrieb aufgenommen. Damit soll insbesondere die interdisziplinäre Zusammenarbeit gefördert und eine Weiterentwicklung der Hilfsangebote an sich ändernde Bedarfe unterstützt werden.

Umfassendes Konzept zum Gewaltschutz und zur Gewaltprävention

Die Arten von Gewaltanwendung und -erfahrung sind vielfältig; sie umfassen neben den zumeist sichtbaren Gewaltformen wie die körperliche Gewalt auch die weniger sichtbaren Formen von Gewalt wie beispielsweise die seelische Gewalt, Einschüchterung, Erpressung oder die Erzeugung von Abhängigkeiten. Die Spätfolgen seelischer Gewalt zu mildern oder sogar ganz vermeiden ist Bestandteil eines neuen Modellprojekts.

Das neue, umfassende Konzept zum Gewaltschutz und zur Gewaltprävention soll alle Formen, Zielgruppen und Orte der Gewalt umfassen. Neben den oben genannten sollen auch Phänomene wie Menschenhandel und die zunehmenden Formen digitaler Gewalt berücksichtigt werden. Zudem werden verschiedene Opfer- und Täterkonstellationen, etwa zwischen Frauen und Männern, beleuchtet werden.

Hilfesystem für von häuslicher und/oder sexualisierter Gewalt betroffene Männer

In diesem Zuge wurde und wird das Beratungs-/Präventions- und Schutzangebot für von häuslicher und/oder sexualisierter Gewalt betroffene Männer und ihre Kinder in Bayern auf- und ausgebaut. Folgende Maßnahmen wurden bereits initiiert:

  • Zwei Wohnungen in Nord- und Südbayern für von häuslicher und/oder sex. Gewalt betroffene Männer und deren Kinder: Wohnung Riposo beim Caritasverband Nürnberg und Wohnung Adami beim SKM Augsburg
  • Eine Beratungsstelle für von häuslicher Gewalt betroffene Männer für Nordbayern in Nürnberg
  • Ein Projekt für eine bayernweite Online-und Telefonberatung für gewaltbetroffene queere* Männer in München
  • Eine telefonische und persönliche Anlauf-, Beratungs- und Interventionsstelle für Männer, die von häuslicher und/oder sexualisierter Gewalt betroffen sind in Augsburg
  • Eine Beratungsstelle in Weilheim für Männer aus dem Bayer. Oberland, die in ihrer Kindheit Opfer sexualisierter Gewalt wurden
  • Eine Beratungsstelle in Hof für Männer aus Oberfranken, die in ihrer Kindheit Opfer sexualisierter Gewalt wurden
  • Der Ausbau der Hilfs- und Präventionsangebote für von sexualisierter Gewalt betroffene Jungen und junge Männer in Nordbayern           
  • Die Qualifizierung der Beratungsfachkräfte in den Ehe-, Partnerschafts- Familien- und Lebensberatungsfachstellen in Bezug auf männersensible Beratung
  • Die Qualifizierung von Fachberatungskräften in Bezug auf traumasensible Beratung von Gewalt betroffenen Männern sowie die Beratung von durch Gewalt traumatisierte Männer im Großraum München
  • Die Schaffung von Präventionsangeboten in Oberfranken

Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales

Zuständiges Amt
Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales
Hausanschrift
Winzererstr. 9
80797 München
Postanschrift
80792 München
Fon:
+49 89 1261-01
Fax:
+49 89 1261-1122
zurück

Wichtige Links

Inhalt Impressum Hilfe Datenschutzerklärung Responsive Web Barrierefreiheit
Schriftgröße